Das Unterwerk

wird in Fachkreisen auch Gleichrichterwerk genannt. Die Bezeichnung Unterwerk resultierte aus dem Umstand, daß ein Gleichrichterwerk einem Schaltwerk untergeordnet ist.  In Berlin gibt es derzeit weit über 80 dieser Werke.  Unterwerke befinden sich möglichst dicht an Bahnhöfen, um hohe Anfahr-Energien der Züge bereit zu stellen.   Begründet durch unterschiedliche Anforderungen des Bahnstrombetriebes kam es im Laufe der Jahre zu unterschiedlichen Bauformen. Auf Grund der umfangreichen Dimensionen der Schaltanlagen benötigte man dementsprechend auch große Gebäude Auf Grund der umfangreichen Dimensionen der Schaltanlagen benötigte man dementsprechend auch große Gebäude. Für die schweren Einanker-Umformer war eine hohe Deckenbelastung wichtig. So baute man in den Anfangsjahren viele zweigeschossige Unterwerke. Mit Beginn der „großen Elektrisierung“ der Stadt- und Ringbahn wurden kleinere, eingeschossige und unterkellerte Werke im Stadtgebiet errichtet.
Je weiter die Entwicklung der Elektrotechnik voran schritt, desto kleiner wurde im Laufe der Jahrzehnte der Platzbedarf für eine Schaltanlage. Heutzutage benötigen moderne Unterwerke mit ihrer integrierten Hochleistungs-Elektronik nur  ¼ der Fläche und bieten dafür ein Vielfaches an Funktionen zur Sicherung der Bahnstromversorgung.Die verschiedenen Bauformen stellen wir demnächst an dieser Stelle mit einer detaillierten Fotogalerie vor.

Schalt- und Kuppelstellen 

Bei Gleichspannungsschaltanlagen ohne Umgehungssammelschiene und Ersatzschalter wird der Gleichspannungsschaltanlage eine Schaltstelle nachgeordnet.   Die Lasttrennschalter mit einem Nennstrom von 4 kA werden, je nach Vorgabe, in einem Baukörper in Fertigteilbauweise oder als Freiluftausführung aufgestellt.  Die Schaltung der Lasttrennschalter ermöglicht, neben der Direktspeisung der Strecke, eine Vielzahl von Schaltungen, mittels Längs- und Querkupplungen, u. a. für den Störungsfall.   Für alle Speisemöglichkeiten ist die Kurzschlußsicherheit meßtechnisch nachzuweisen.